Petra Steckelmann: Katzentheater! Rezension

Sir Arthur auf Wanderschaft

Sir Arthur ist ein sehr eigenständiger Kater. Den Winter verbringt er im Süden, im Frühling zieht es ihn wieder nach Hause zurück. Doch die alte Dame, bei der er gewohnt hat, ist nicht mehr da. Auch all ihre Möbel sind weg. Stattdessen lebt dort nun Frau Federschuh, die mehr als verblüfft ist, dass plötzlich ein sprechender Kater bei ihr einziehen will. Doch obwohl der etwas tollpatschige Sir Arthur für allerlei Chaos verantwortlich ist, schließt sie ihn schnell ins Herz – er darf bleiben.

Sir Arthur verguckt sich in Smara, eine wunderhübsche Katzendame in der Nachbarschaft. Dummerweise hängt sie immer mit Caspar ab und scheint sich nicht für ihn zu interessieren. Wie kann er sie nur auf sich aufmerksam machen? Schnell verspricht Sir Arthur ihr etwas, aber es stellt sich heraus, dass es nicht einfach ist, dieses Versprechen auch zu erfüllen. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zu dem Theater zu machen, in dem Frau Federschuh als Kostümbildnerin arbeitet. Dort erwartet ihn ein großes Abenteuer.

Ein Leben voller Abenteuer

Es mag Kater geben, die zufrieden sind, wenn sie den halben Tag aus dem Fenster schauen und ab und zu etwas Katzenfutter bekommen. Doch so ein Kater ist Sir Arthur ganz und gar nicht. Er will unterwegs sein und etwas erleben. Gegen regelmäßige Milch- und Futtergaben hat er trotz allem nichts einzuwenden. Und so ist er froh, dass Frau Federschuh nach anfänglichem Zögern doch einwilligt, dass er bei ihr wohnen darf.

Man muss die beiden einfach mögen. Sir Arthur hat definitiv seinen eigenen Kopf und ist sehr hartnäckig, dabei aber auch großzügig und liebenswürdig, was sich zum Beispiel in seinem Verhalten gegenüber den Mäusen zeigt. Er hat sich in den Kopf gesetzt, Smara zu beeindrucken. Als sich herausstellt, dass er den Mund etwas zu voll genommen hat, denkt er gar nicht daran, aufzugeben. Er hat immer neue Ideen und schreckt weder vor weiten Wegen noch Gefahren zurück.

Frau Federschuh ist sehr humorvoll und hat ein großes Herz. Sir Arthur richtet so schlimmes Chaos an, dass er fürchtet, dass sie schimpfen und toben wird, aber sie nimmt es gelassen hin. Sie mag den Kater sehr gern und hilft ihm auch, als sie herausfindet, warum er bis zum Theater gelaufen ist.

Die arrogante Smara fand ich nicht so sympathisch, aber wir wissen ja: Wo die Liebe hinfällt!

Ein Running Gag sind die Flöhe, die den Koffer des Katers tragen müssen (die Armen!).

Humorvolle Katzengeschichte

Die originelle und lustige Geschichte macht viel Spaß. Immer wieder nimmt sie unerwartete Wendungen und im Theater wird sie auch mal richtig spannend. Wird es Sir Arthur gelingen, Smaras Herz zu erobern?

Der schon umfangreiche Text ist in etwas größerer Schrift gesetzt und lässt sich gut von Kindern lesen, die noch nicht so viel Leseerfahrung haben. Die Geschichte ist gut verständlich und altersgerecht, kurze Sätze und viele Dialoge helfen beim Verständnis. Die farbigen, humorvollen Illustrationen von Mele Brink machen Spaß – wer genau hinschaut, entdeckt viele niedliche Details. Außerdem helfen sie dabei, den Text zusätzlich zu untergliedern.

Fazit: Eine Geschichte von Zusammenhalt und Durchhaltevermögen, die alle Katzenfans ab 8 Jahren lieben werden – aber nicht nur die. Zum Selberlesen, aber auch wunderbar zum Vorlesen geeignet.

Petra Steckelmann: Katzentheater! Edition Pastorplatz 2021. 166 Seiten, Euro 13,00, ISBN 978-3-943833-45-4.

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Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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