Was ist was junior 33: Insekten

Was kreucht und fleucht

Vielleicht ist es schon aufgefallen, dass ich in der letzten Zeit einige Bücher über Insekten besprochen habe. Das Thema interessiert mich gerade und natürlich lasse ich mich bei der Buchauswahl davon leiten.

Dies ist wieder einmal ein Buch aus der Was-ist-was-Junior-Reihe, die ich generell mag und aus der ich schon einige Bände besprochen habe. Auch wenn es sich um eine Reihe für Kinder von 4 bis 7 Jahren handelt, habe ich einiges lernen können (was vermutlich zeigt, wie wenig Ahnung ich auf diesem Gebiet habe. Aber man kann ja nicht alles wissen).

Das Buch beginnt mit einer Klärung, welche Tiere eigentlich Insekten sind:

So erkennst du sofort, was ein Insekt ist: Zähle die Beine – nur wenn es sechs sind, ist das kleine Tier ein Insekt.
Spinnen haben immer acht Beine.
Asseln, Hundert- und Tausendfüssler haben mehr als zehn Beine.

Weitere Merkmale werden erläutert und auch gleich erklärt, wie sich ein Insekt entwickelt. Auf der folgenden Doppelseite geht es ausführlich um Silberfischchen und Springschwänze und darum, wann die ersten Insekten auf der Erde auftauchten. Auf den folgenden Seiten geht es um Libellen, Heuschrecken, Wanzen, Schmetterlinge, Käfer, Stechmücken und Fliegen und Insekten, die eine Königin haben. Zum Abschluss werden einige Kuriositäten vorgestellt, u. a. die größten, schwersten und gefährlichsten Insekten.

Wie immer in der Reihe gibt es einen einführenden Text auf jeder Seite, Texte zu den vielen Bildern und zusätzlich unter Klappen. Außerdem gibt es Kästchen zu verschiedenen Themen: „Mach mit!“; „Nachgefragt“, „Unglaublich!“ oder „Schon gewusst?“. Hier werden knapp Experten befragt, die Kinder zum Mitmachen aufgefordert oder besonders interessante Details erklärt.

Schon gewusst?
Viele Schwebfliegen sind wie Wespen gelb-schwarz gestreift, obwohl sie weder stechen noch beißen können. Mit diesem Trick halten sie Vögel und andere Fressfeinde fern, die in den harmlosen Schwebfliegen wehrhafte Insekten vermuten. Biologen nennen das Mimikry.

Die vielen Zeichnungen sind detailreich, ohne überfrachtet zu sein. Man kann darauf alles Wichtige gut erkennen kann.

Grundwissen über Insekten

Es gibt viele Kinderbücher über Bienen, Ameisen und Schmetterlinge. Über Wanzen und Silberfischchen dagegen habe ich bisher nicht viel gelesen. Natürlich muss, was angesichts der Vielzahl an Insekten nicht verwunderlich ist, eine Auswahl getroffen werden. Mir gefällt es aber gut, dass dieses Buch sich nicht nur auf die „Lieblinge“ konzentriert, die die Kinder meist schon kennen, sondern einen guten Überblick über die Insektenwelt bietet.

Die Texte sind dem Alter der Kinder angemessen, schwierige Wörter kommen vor, was auch sinnvoll ist, werden aber erläutert. Die Möglichkeit, hinter (stabilen) Klappen Neues zu entdecken, regt die Kinder dazu an, solche Bücher wiederholt in die Hand zu nehmen. Sie werden aber auch dazu aufgefordert, selber aktiv zu werden und nach der Theorie die Praxis folgen zu lassen. Dazu wird erklärt, wie sie Insekten vorsichtig mit einer Becherlupe fangen können, sie werden aber auch aufgefordert, die Tiere anschließend wieder freizulassen. Auch wie man ein ganz einfaches Insektenhotel bauen kann, wird erklärt.

Die Bilder finde ich gut gelungen, sie zeigen, was man wissen muss und lassen die jeweiligen besonderen Merkmale der einzelnen Tiere gut erkennen.

Als zusätzlicher Anreiz, sich mit dem Buch zu beschäftigen, ist auf jeder Doppelseite eine kleine Schnecke versteckt, die die Kinder suchen sollen.

Fazit: Viel Wissen über Insekten wird hier für Kinder von 4 bis 7 Jahren (und durchaus auch Ältere) kompakt dargestellt und gut aufbereitet präsentiert.

Bärbel Oftring, Hans-Günter Döring: Was ist was Junior 33 Insekten. Tessloff 2019. 20 Seiten, Euro 12,95, ISBN 978-3-7886-2225-1.

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Ein Kommentar zu “Was ist was junior 33: Insekten

  1. Das klingt gut und interessant und mit Ausnahme von ein paar Insektenkundlern wissen wir fast alle zu wenig über diese vielen, vielen und so wichtigen Mittiere. Dass man in einem Kinderbuch die Ausnahmen und Spezialfälle – wieso eine Milbe, also ein Spinnentier, wie die Zecke in einem Entwicklungsstadium auch mal 6 Beine haben kann z.B. – nicht erläutert ist nachvollziehbar, wäre ja irgendwann überfrachtet. Wenigstens wird unterschieden, das ist schon viel wert! Fast noch wichtiger bei einem Kinderbuch die erwähnten stabilen Klappen, wobei ich sicher bin, auch die bekommen die kleinen Rabauken irgendwann kaputt. Aber es ist ja ein Arbeitsbuch, später arbeiten sie dann mit farbigen Klebezetteln, heute Post-it genannt (hoffentlich nur in den Leihbüchern von der Uni oder aus der Stadtbibliothek)! Das klingt jedenfalls ganz brauchbar, auch mit der Zusatzausrüstung.

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