Ina Krabbe: Funkelsee. Der Ruf der wilden Pferde

Pferdeinsel: Betreten verboten!

Malu ist genervt. Die Sommerferien haben begonnen, doch sie hat nicht viel davon. Das Reithotel auf Funkelsee soll bald eröffnet werden, überall sind noch letzte Arbeiten durchzuführen und trotzdem hat ihre Mutter schon die ersten Gäste aufgenommen. Malu ist als Helferin voll eingeplant. Eine Spanierin namens Horapez hat sogar die Pferdeinsel komplett gemietet, um ihre wertvollen Araberhengste dort unterzubringen, sodass niemand sie betreten darf, auch Malu nicht. Abgesehen davon, dass diese Señora ihr zutieft unsympathisch ist, findet Malu gerade alles blöd und hat ständig Streit mit ihrer Mutter.

Eines Nachts hört Malu schreckliche Geräusche von der Pferdeinsel. Als niemand ihr glaubt, nimmt sie einfach alleine Ermittlungen auf. Doch nicht nur das ist merkwürdig, sie versucht auch dahinterzukommen, wer nachts Essen aus der Speisekammer klaut. Ob Kalles merkwürdiger Sohn Vincent etwas damit zu tun hat?

Pferdequälern auf der Spur

Wie auch schon in der vorherigen Bänden beweist Malu eine gute Antenne für die Vorgänge auf Schloss Funkelstein und in der Umgebung. Sie begutachtet die neuen Gäste und Mitarbeiter kritisch und lässt sich weder von vermeintlichen Stars noch von Besitzern besonders edler Pferde einlullen. Sie ist gerade ziemlich genervt und hat manchmal das Gefühl, dass sich alle, besonders ihre Mutter, gegen sie verschworen haben. Aber deswegen aufgeben? Sie denkt ja gar nicht daran! Malu ist misstrauisch geworden und versucht, einigen Dingen auf den Grund zu gehen. Klar, dass sie sich damit nicht bei allen beliebt macht und sogar wieder einmal in Gefahr gerät. Hilfe kommt von unerwarteter Seite.

Zickig aus gutem Grund

Ich finde Malu trotz – oder vielleicht gerade wegen – ihrer Zickigkeit sympathisch und vor allem glaubwürdig gezeichnet. Wer hätte schon Lust, in den Sommerferien früh aufzustehen, um sich im heimischen Hotel um die Frühstücksgäste zu kümmern? Und das auch noch, nachdem man beschuldigt worden ist, Dinge gestohlen und zerstört zu haben? Ich wohl kaum.

Natürlich spielen Pferde immer noch eine wichtige Rolle in Malus Leben. Auch wenn sie im echten Leben schon viel mit ihnen zu tun hat, tritt sie noch einer Gruppe zur Pferderettung bei, die sie im Internet entdeckt hat. Dass ihre Mutter sich deswegen Sorgen macht, konnte ich gut nachvollziehen, dass aber ihr nur etwas älterer Bruder deswegen Stress macht, fand ich nicht so realistisch.

Edle Araber

In diesem Buch bekommt Malu es mit edlen Araberpferden ebenso zu tun wie mit armen, geschundenen Tieren – da ist sie natürlich in ihrem Element und die pferdeliebenden Leserinnen und Leser ebenso.

Das Buch liest sich sehr gut. Es kommt schnell zu Ereignissen, die die Neugierde wecken und einen bei der Stange halten. Gegen Ende wird es wieder sehr dramatisch – keine Chance, das Buch mal eben beiseite zu legen. Fans der Reihe sollten diese Fortsetzung keinesfalls verpassen! Für das Verständnis ist die Kenntnis der ersten drei Bücher nicht erforderlich, man kann problemlos auch mit diesem Buch einsteigen.

Fazit: Spannende Lektüre für Pferdeliebhaberinnen und Pferdeliebhaber ab 10 Jahren.

Ina Krabbe: Funkelsee 4. Der Ruf der wilden Pferde. Südpol 2019. 254 Seiten, Euro 14,99, ISBN 978-3-96594-013-0.

Funkelsee 1. Flucht auf die Pferdeinsel – zur Rezension
Funkelsee 2. Versunken in der Pferdebucht – zur Rezension
Funkelsee 3. Das goldene Fohlen – zur Rezension

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Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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