Alles über Müll – #Blogger for Future

Müll ist unausweichlich. Wir werden ständig mit ihm konfrontiert und erzeugen ihn täglich. Doch muss das eigentlich sein? Warum entsteht Müll und was geschieht dann damit? Könnte man es vermeiden, Müll zu erzeugen, oder zumindest die Menge reduzieren? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die folgenden vier Bücher.

Müll: Wie er entsteht, wie man ihn wieder los wird und wie man ihn vermeiden kann. Vier Bücher über ein wichtiges Thema

Müll. Alles über die lästigste Sache der Welt

Müll ist lästig. Man will ihn schnell loswerden und dann nichts mehr damit zu tun haben.

Doch natürlich ist das nicht so einfach. Was ist Müll überhaupt? Was für den einen Müll ist, kann für einen anderen ein kostbarer Gegenstand sein. Es ist also eine Definitionsfrage, was überhaupt Müll ist.

Das Buch erklärt, wo Müll entsteht und was damit passiert, nachdem er in die Mülltonne geworfen wurde. Kompostierung, Recycling verschiedener Stoffe aber auch eine Kläranlage werden gezeigt. Wie sahen Mülldeponien früher aus – und wie heute? Was geschieht mit Gift- und Atommüll? In enem geschichtlichen Abriss wird gezeigt, dass früher alles repariert oder anders weitergenutzt wurde, bis es gar nicht mehr anders ging, dass aber auch viele Gefahren von dem unachtsamen Umgang mit Müll ausgingen usw.  Die nächsten Seiten befassen sich mit den Problemen, die Müll heute verursacht, weil er allgegenwärtig ist, in andere Länder verschifft wird und Tiere tötet. Im letzten Teil des Buches werden Tipps gegeben, wie jeder von uns Müll vermeiden kann. Am Schluss werden noch einige kompliziertere Aspekte wie Containern weiter ausgeführt, auf die im Buch mit großen, farbig hinterlegten Fußnotenziffern verwiesen wurde.

Das Buch verwendet als einziges der drei keine Fotos, sondern ausschließlich Zeichnungen. Diese gefallen mit sehr gut, weil sie das Augenmerkt genau auf den jeweils wichtigen Aspekt legen. Oft zeigen sie Kinder: Sie tragen den Müll runter, sitzen auf der Toilette oder schauen sich den Ablauf in einer Fabrik zum Glas-Recycling an. Die Texte sind kanpp, die Bilder dominieren auf den meisten Seiten. Trotzdem ist gut verständlich, was wie funktioniert. Dem Buch gelingt es, das Thema auch kleineren Kindern gut zu erklären.

Fazit: Gute Zeichnungen und kurze, verständliche und sachliche Texte erklären Kindern ab 7 Jahren alles, was sie über das Thema Müll wissen sollten.

 

So viel Müll. Wie du die Umwelt schützen kannst. Mit einem Vorwort der NAJU

Alles, was wir wegwerfen, ist Abfall. Wir hinterlassen ständig Müll – somit ist er ein Teil unseres Lebens.

Jeweils auf einer Doppelseite wird ein Aspekt des Themas vorgestellt, zum Beispiel Luftverschmutzung, Haushaltsmüll, Plastik, Recycling, Weltraumschrott, Kläranlagen. Dabei werden Zeichnungen mit Fotos und kurzen Texten kombiniert. Regelmäßig werden Zahlen und Fakten eingestreut, zum Beispiel, wie viele Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben oder dass 20 Prozent der Milchprodukte bei uns im Abfall landen. Zwischendurch sind immer wieder Aufrufe an das eigene Handeln eingebaut wie das Kapitel Wirf nicht so viel weg!. Am Ende gibt es einige wenige Tipps, um selbst aktiv zu werden, Informationen über einige Umweltschutzorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie ein Glossar.

Auch in diesem Buch wird viel mit Bildern gearbeitet. Allerdings ist die Wirkung durch die Kombination von Zeichnungen mit Fotos und die verschiedenen Schriftarten und -größen wesentlich unruhiger. Auch hier werden viele Aspekte des Themas Müll angesprochen, das Buch geht aber auch auf andere Umweltthemen ein wie Zerstörung der Wälder oder die Palmöl-Problematik, die nicht direkt etwas damit zu tun haben. Die Texte sind knapp und die Tipps zum Aktivwerden finde ich hier etwas dürftig. („Schreib an einen Politiker“, „Sammle eine Woche lang all den Plastikmüll, der in deiner Familie anfällt.“) Überwiegend ist das Buch sachlich, legt es aber teilweise auch ein wenig darauf an, den Kindern Angst zu machen. Beispielsweise ist zum Thema Luftverschmutzung ein riesiges schwarzes Monster mit bösen roten Augen und spitzen Zähnen abgebildet, das aus einem Auspuff kommt. Darauf der Text „92 % der Menschen auf der Erde atmen dreckige Luft“. Ich finde, das Thema ist auch so schon beängstigend genug. Ansonsten gelingt es aber auch diesem Buch gut, das Thema zu vermitteln.

Fazit: Gute, aber manchmal etwas alarmistische Darstellung des Themas Müll für Kinder ab 7 Jahren.

 

Weniger ins Meer. Was du tun kannst, um Plastik und Müll zu vermeiden

Keine Panik!
Kein Mensch ist vollkommen. Auch du wirst mal eine Plastiktüte benutzen oder etwas nicht korrekt entsorgen.

Dieses Buch konzentriert sich auf einige Aspekte des Themas Müll: Plastik, Glas, Papier, Metall, Textilien und Lebensmittel. Vorher gibt es eine Einführung, in der gezeigt wird, wie vermüllt unser Planet ist, was eine CO2-Bilanz ist, was auf einer Deponie mit dem Müll geschieht und was Recycling ist. Im Buch verstreut finden sich immer wieder Recycling-Tipps und Quizfragen. Am Ende eines jeden Kapitels wird auf einer Doppelseite erklärt, wie man die Nutzung des jeweiligen Materials vermeiden oder wie man es wiederverwerten kann. Außerdem findet man einige Upcycling-Tipps und ein etwas längeres Quiz. Am Schluss werden noch einige Entwicklungen gezeigt, an denen Wissenschaftler arbeiten und die helfen könnten, das Müllproblem zu verringern. Außerdem gibt es noch fünf Tipps, was Kinder tun können (auch hier der Brief an die Politiker).

Durch seine Konzentration auf einige Formen von Müll, und zwar die, mit denen Kinder im Haushalt ständig konfrontiert sind, unterschiedet sich das Buch von den beiden bisher vorgestellten. Insgesamt enthält es etwas mehr Text, der gut verständlich ist. Es arbeitet überwiegend mit Fotos, es gibt aber auch einige wenige Zeichnungen. Durch die Quizfragen werden die Kinder gut eingebunden, ich fand es auch sinnvoll, dass zwischendurch immer mal ein Tipp auftauche. Auch die Vermeidungs-, Verwertungs- und Upcycling-Tipps am Ende der Kapitel gefallen mir und sie zeigen den Kindern anschaulich, was sie ganz konkret beim jeweiligen Material tun können.

Fazit: Gut gestaltetes Buch, das sich auf die wichtigsten Müllarten im Alltag der Kinder konzentriert und ihnen neben vielen Fakten auch viele Handlungsmöglichkeiten vermittelt. Für Kinder ab 8 Jahren.

 

No Plastic! 101 einfache Wege, auf Plastik zu verzichten

Wenn du das hier liest, möchtest du vermutlich deinen Plastikverbrauch zurückschrauben, weißt aber wahrscheinlich noch nicht ganz, wo du anfangen sollst. Kein Wunder, schließlich ist Plastik heutzutage überall.

Dieses kleine Büchlein stellt 101 Tipps zusammen, wie und wo man auf Plastik verzichten kann. Jedem Tipp ist eine Seite gewidmet. Zunächst wird erläutert, was an Plastik so schlimm ist. Die Tipps sind in vier Kategorien eingeteilt: Badezimmer, Hausalt, unterwegs, besondere Anlässe. Ein weiteres Kapitel, Aktiv gegen Plastik, zeigt weitere Möglichkeiten auf, um aktiv zu werden: eine Challenge mitmachen, Stadträte ansprechen, eine Müllsammelaktion organisieren usw. Am Rand eines jeden Tipps sind Logos abgebildet, die zeigen, worum es bei diesem Tipp geht. Zeigt er eine ALternative zum Selbermachen, eine Alternative, die in nahezu allen Geschäften zu finden ist, eine plastikfreie Alternative usw. Das letzte Kapitel behandelt das Thema Upcycling.

Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut. Die Logos helfen zusätzlich bei der Orientierung. Das Buch richtet sich ganz offensichtlich an eine ältere Zielgruppe als die drei anderen Bücher. Es gibt keine Bilder, die Texte sind länger. Vor allem merkt man es aber an den Tipps, vor allem im Badezimmer-Kapitel: Rasierhobel statt Einwegrasierer, selbst gemachtes Peeling, umweltfreundliche Tampons und Binden, umweltfreundliche Kondome … Das spricht vermutlich auch die als Zielgruppe genannten Zehnjährigen noch nicht so an. Natürlich gibt es aber viele andere Tipps, die auf für diese Altersgruppe geeignet sind. Dieses Buch konzentriert sich ganz eindeutlig auf die Plastikvermeidung. Ob Plastik in manchen Fällen sinnvoller/umweltschonender sein könnte als ein anderes Material, wird nicht diskutiert.

Fazit: Eine handliche Sammlung vieler Tipps zur Reduzierung von Plastikmüll und der Vermeidung von Plastikprodukten für Kinder ab 12 Jahren.

 

Gerda Raidt: Müll. Alles über die lästigste Sache der Welt. Beltz & Gelberg 2019. 96 Seiten, Euro 14,95, ISBN 978-3-407-81215-5.

Jess French: So viel Müll! Wie du die Umwelt schützen kannst. Aus dem Englischen von Eva Sixt. DK 2019. 72 Seiten, Euro 12,95, ISBN 978-3-8310-3822-0.

Hannah Wilson: Weniger ins Meer. Was du tun kannst, um Plastik und Müll zu vermeiden. Aus dem Englischen von Andreas Jäger. ars edition 2019. 64 Seiten, Euro 15,00, ISBN 978-3-8458-3440-5.

Harriet Dyer: No Plastic! 101 einfache Wege, auf Plastik zu verzichten. Aus dem Englischen von Barbara Stiller. ars edition 2019. 128 Seiten, Euro 8,00, ISBN 978-3-8458-3119-0.

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Ich danke ars edition für die Rezensionsexemplar – die beiden anderen Bücher habe ich selbst gekauft.

(*) Nach dem Telemediengesetz sind Links auf Verlage, Shops und Affiliate-Links (hier: Amazon) als Werbung zu kennzeichnen, übrigens ganz unabhängig davon, ob das Buch ein Rezensionsexemplar ist oder selbst gekauft wurde. Ich bekomme kein Geld von den Verlagen, sie stellen mir lediglich ein Buch zur Verfügung. Das verpflichtet mich zu nichts, ich schreibe auch kritische Rezensionen oder verzichte ganz darauf, ein Buch zu besprechen. Meine Meinung ist nach wie vor unabhängig. Die Links sind ein Service für euch Blogbesucher, auf den ich nicht verzichten möchte. Lediglich über den Amazon-Affiliate-Link verdiene ich etwas Geld – falls jemand etwas bestellt, nachdem er den Link benutzt hat, bekomme ich ein paar Cent.


Dies ist ein weiterer Beitrag zur Aktion #BloggerforFuture, initiitert von Kinderbuchlesen.

Ein Kommentar zu “Alles über Müll – #Blogger for Future

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