Matthias Morgenroth: Z wie Zorro

Wer bestraft die Bösen und Fiesen?

Als die oberstrenge Mathelehrerin plötzlich Tinte in der Kaffeetasse hat und die fiesen älteren Schüler ihre Turnschuhe oben im Baum wiederfinden, ist Elias begeistert. Wer traut sich das? Immer, wenn jemand einen Streich gespielt bekommt, der gemein, unfair oder eklig zu Jüngeren oder Schwächeren ist, findet sich irgendwo ein Z. Zorro? Im Ernst?

Als in Elias ein Verdacht wächst, wer dieser Zorro sein kann, wird er sehr aufmerksam.

Spielte ihm seine Fantasie einen Streich?
Oder war tatsächlich … Zorro wieder unterwegs?
Weiter hinten raschelte es im Laub. Hinterher!

Kann es wirklich Luna sein, die Neue in seiner Klasse? Zutrauen würde er ihr es, denn Luna ist anders als die anderen, nämlich richtig cool! Elias nimmt sich vor, ab jetzt mutiger zu handeln und selber ein bisschen wie Zorro zu sein.

Als sein Leih-Opa aus seinem Haus vertrieben werden soll und dessen Tiere weggeschafft werden, wird Elias klar, dass er jetzt handeln muss. Mit Luna an seiner Seite muss das doch zu schaffen sein!

Ungerechtigkeiten haben keine Chance!

Elias kann Ungerechtigkeit zwar nicht ausstehen, denkt aber, dass er dagegen nichts machen kann. Was soll er schon tun, er ist schließlich nur ein Kind. Als ihm bewusst wird, dass nicht alle Kinder das so sehen und er durchaus Möglichkeiten hat, nimmt er sich fest vor, ebenfalls mutig für andere einzutreten. Doch das ist gar nicht so einfach und kostet Elias anfangs ziemliche Überwindung. Als es jedoch darum geht, seinem geliebten Leih-Opa zu helfen, zögert er nicht länger.

Es ist sehr schön, Elias’ Entwicklung mitzuerleben, weil man sich als Leserin oder Leser denkt, dass man das eigentlich auch könnte. Ja, auch als Erwachsene*r ist man oft nicht mutig genug und hält den Mund, wo man besser für andere eintreten würde. Sollte dieses Buch es schaffen, Kinder in dieser Hinsicht etwas zu stärken, wäre es toll. Aber: Die Hauptaufgabe eines Kinderbuches sollte es sein, die Leser*innen zu unterhalten. Und das gelingt Z wie Zorro wunderbar. Wie Elias Detektiv spielt, um herauszufinden, wer Zorro sein könnte, ist spannend. Wie er selbst mit Luna für Opa kämpft, ebenfalls. Außerdem gibt es viele lustige Situationen, sodass auch das Lachen nicht zu kurz kommt.

Luna ist ebenfalls ein toller Charakter. Während Elias anfangs recht schüchtern ist, ist sie richtig taff. Sie weiß, was sie will und findet Wege, das zu erreichen. Elias bewundert Luna, er mag auch ihre große italienische Familie (wobei das etwas klischeehaft ist – immer sind die migrantischen Familien die mit den vielen Kindern) und eifert ihr nach.

Kinder schauen genauer hin

Während Elias’ Eltern davon ausgehen, dass schon alles seine Ordnung haben wird, als Opa von seinem Neffen ins Krankenhaus gebracht wird, merkt Elias sofort, dass da ein falsches Spiel gespielt wird. Die Erwachsenen hören gar nicht richtig zu oder denken, was andere Erwachsene tun, muss stimmen. Elias aber hat Opas fiesen Neffen erlebt und weiß, dass nicht alle Menschen so ticken wie seine Eltern. Auch Luna erkennt das falsche Spiel. Wie die beiden den Erwachsenen einen strich durch die Rechnung machen, ist mit viel wörtlicher Rede, spannend und humorvoll geschildert.

Fazit: Zwei mutige Kinder setzen sich gegen fiese Erwachsene zur Wehr – fast wie ihr Vorbild Zorro. Eine spannende Lektüre für Kinder ab 8 Jahren.

Matthias Morgenroth: Z wie Zorro. Coppenrath 2019. 184 Seiten, Euro 13,00, ISBN 978-3-649-62880-4.

Von Matthias Morgenroth habe ich bereits besprochen: Kidnapping Oma.

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