Alex G. Griffith: Oskar der Insektenforscher

Fantastische Lebewesen

Oskar liebt Sonntage, denn da unternimmt sein Opa immer etwas mit ihm. An diesem Sonntag gehen sie ins Naturkundemuseum. Opa lässt Dinosaurier und Mammuts links liegen und führt Oskar in die Insektenabteilung. Oskar ist begeistert von der Vielfalt der kleinen Tiere. Er beschließt, Insektenforscher zu werden. Zunächst hat er Schwierigkeiten beim Fangen, doch er wird immer besser und am Ende steht sein Baumhaus voller Gläser und Flaschen mit lebendigen Insekten. Oskar ist so stolz!

Böse Überraschung

Abends wundert er sich, warum es im Garten so ruhig ist. Am nächsten Morgen will er weitersammeln, aber er findet kein einziges Insekt mehr. Da kommt Opa, der die Sammlung seines Enkels entsetzt betrachtet. Er erklärt Oskar, welche Aufgaben die verschiedenen Insekten in der Natur haben. Schließlich versteht Oskar. Er lässt alle Tiere wieder frei, sodass es im Garten wieder summt und brummt.

Oskar ist ein wenig traurig, doch sein Opa hat eine Idee.

Es braucht ein wenig Zeit und Geduld, aber zusammen verwandeln Opa und Oskar den Garten in ein Insektenschutzgebiet. Alle dürfen kommen und staunen.

Artenvielfalt erklärt für Kleine

Oskar reagiert wie viele Kinder, die von etwas Neuem begeistert sind: Er stürzt sich auf die Umsetzung seiner Idee, braucht keine Pause und arbeitet bis zum Abend. Über die Folgen seines Handelns denkt er jedoch nicht nach. Als er erkennt, welche Folgen seine Sammelwut hat, ist er traurig. Doch sein Opa kann ihm einfühlsam erklären, wozu all die Insekten in der Natur notwendig sind. Opa sagt ihm nicht, was er zu tun hat, sondern lässt ihn selber verstehen und entscheiden. Das gefällt mir sehr gut und noch besser, dass die beiden dann gemeinsam darangehen, den Garten in ein Insektenparadies umzuwandeln.

Was braucht ein Insekt?

Der Text ist knapp, meist ein oder zwei Sätze pro Seite, und gut verständlich. Die Illustrationen sind comicartig reduziert, die Personen haben sehr große Köpfe, aber nur dünne Beinchen. Die Insekten werden überdimensioniert dargestellt, was die Bedeutung zeigt, die sie für Oskar entwickeln. Die Bilder, die Oskar beim Insektensammeln zeigen, sind sehr dynamisch. Er rennt läuft, schwingt den Kescher und streckt vor lauter Konzentration die Zunge heraus. Sehr gut gelungen finde ich, dass man die Gefühle einiger Insekten erkennen kann, als sie in den Gläsern stecken. Da hängen nicht nur die Mundwinkel, sondern auch die Fühler. Das Buch ist lehrreich, ohne belehrend zu sein, die Botschaft ist gut in die Geschichte verpackt worden.

Fazit: Ein sehr schönes Bilderbuch, das Kindern von 4 bis 6 Jahren die Vielfalt der Insekten zeigt und sie erleben lässt, welche Bedeutung die kleinen Tiere haben.

Alex G. Griffith: Oskar der Insektenforscher. Aus dem Englischen von Anna Butte. kizz 2019. 32 Seiten, Euro 15,00, ISBN 978-3-451-71549-5.

__________________________________________________

WERBUNG (*)

Zur Verlagsseite – bei Amazon – bei der Autorenwelt – im Onlineshop eurer Buchhandlung – und in eurer Lieblingsbuchhandlung.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

(*) Nach dem Telemediengesetz sind Links auf Verlage, Shops und Affiliate-Links (hier: Amazon) als Werbung zu kennzeichnen, übrigens ganz unabhängig davon, ob das Buch ein Rezensionsexemplar ist oder selbst gekauft wurde. Ich bekomme kein Geld von den Verlagen, sie stellen mir lediglich ein Buch zur Verfügung. Das verpflichtet mich zu nichts, ich schreibe auch kritische Rezensionen oder verzichte ganz darauf, ein Buch zu besprechen. Meine Meinung ist nach wie vor unabhängig. Die Links sind ein Service für euch Blogbesucher, auf den ich nicht verzichten möchte. Lediglich über den Amazon-Affiliate-Link verdiene ich etwas Geld – falls jemand etwas bestellt, nachdem er den Link benutzt hat, bekomme ich ein paar Cent.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.