Mascha Matysiak: Spukalarm in der Schokofabrik

Ein ungewöhnliches Ferienabenteuer

Die Sommerferien haben begonnen, aber Klara ist nicht in Sommerferien gefahren, sondern mit ihrer Mutter umgezogen. Nun hockt sie in dem Mehrfamilienhaus in der Siedlung und ist sauer. Die Gegend gefällt ihr gar nicht, gegenüber ist eine hässliche, leerstehende Fabrik. Doch dann lernt sie an einem See in der Nähe Matti und Theo kennen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verstehen die drei sich gut und hecken einen Plan aus: Sie wollen in die alte Schokoladenfabrik einsteigen und sie näher erkunden.

Das gelingt auch, doch stellt sich heraus, dass die Fabrik gar nicht leer ist, sondern Bewohner hat. Und was für welche – es spukt! Genau dann erfahren sie, dass die Fabrik verkauft und umgebaut werden soll. Das muss verhindert werden. Die Kinder schmieden einen Plan. Doch werden sie die Investoren vergraulen können?

In dieser Nacht träumte Klara von riesigen Meerschweinkackhaufen, die sie mit den Jungs in den Teig knetete und daraus Kekse machte. Köttelkekse – paradiesisch gut, titelte Zuselwusel und sorgte dafür, dass der Spruch auf jede Kekspackung gedruckt wurde.

In der Fabrik spukt’s!

Eigentlich will Klara gar keine neuen Freunde finden, vor allem, nachdem sie bei der ersten Begegnung gleich mit Matti aneinandergeraten ist. Doch ohne Freunde ist es doch arg langweilig und so blöd sind die Jungs gar nicht, wie sie nach einiger Zeit feststellt. Die drei haben alle ihre Stärken und Schwächen, niemand ist ein Superheld. Theo ist sogar ziemlich ängstlich, anfangs verkleidet er sich, um sich geschützt zu fühlen. Doch sie ergänzen sich gut, machen sich gegenseitig Mut und erfahren, wie wichtig es ist, jemandem vertrauen zu können. Mir gefällt es gut, wie normal die Kinder sind, die Leserinnen und Leser dürften sich gut in sie hineinversetzen können.

Leider kann ich nichts über die Bewohnerinnen und Bewohner der Fabrik erzählen, um nicht zu spoilern. Nur so viel: Sie sind sind so liebenswert, wie sie ungewöhnlich sind. Man muss sie einfach ins Herz schließen und es ist vollkommen nachvollziehbar, dass die drei Freunde sie retten wollen. Außerdem gibt es noch einen Erwachsenen, der das Geheimnis der Fabrik kennt und die Kinder unterstützt. Herr Engel ist ein ehemaliger Mitarbeiter, ein sympathischer alter Herr. Er ist wichtig, um die Begegnung mit den Investoren glaubwürdig zu machen, und hat auch sonst die eine oder andere gute Idee.

Das Buch ist in etwas größerer Schrift gedruckt. Viel wörtliche Rede und eine relativ einfache Sprache sorgen dafür, dass es sich gut lesen lässt. Sprachwitz und humorvolle Darstellungen sorgen für den einen oder anderen Lacher. Natürlich gibt es auch etliche spannende Momente. Gelegentlich gibt es bunte Bilder, die gut dabei helfen, sich die dargestellten Situationen vorzustellen. Die Größe variiert von doppelseitigen Bildern bis zu kleinen Vignetten.

Fazit: Viele lustige und spannende Passagen, dazu „ganz normale“ Kinder und originelle Fabrikbewohner – diese Mischung macht das Buch zu einem Lesespaß für Kinder ab 8 Jahren.

Mascha Matysiak, Monika Parciak: Spukalarm in der Schokofabrik. Hummelburg 2019. 168 Seiten, Euro 12,99, ISBN 978-3-7478-0005-8.

Weitere Bücher von Mascha Matysiak, die ich besprochen habe: Die Mumpitze Teil 1 und Teil 2.

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