Ingrid Annel, Silke Leffler: Floriane Blütenblatt

Wunderbare Buchstabenblumen

Im Garten der winzigen Gartenelfe wachsen die schönsten Blumen. Da ihre Patentanten ihr eine große Sammlung Wundersamen geschenkt haben, wachsen bei ihr nicht nur die üblichen Blumen wie Tulpen, Nelken oder Vergissmeinnicht, sondern auch ganz ungewöhnliche Pflanzen. Da die Gläser und Tüten nicht beschriftet sind, ist es immer sehr spannend, was aus den Samen wird. Eines Tages wächst ein ganzes Beet voller Buchstaben! Doch was kann man damit anfangen? Roh schmecken sie schon mal nicht. Gekocht auch nicht. Aber sie kann damit spielen! Allerdings wäre viel schöner, gemeinsam mit anderen zu spielen. Doch niemand hat Zeit.

Schließlich bringt Madame Schnirkel, die schnellste Schneckenpost der Welt, sie auf eine Idee: Sie soll Briefe schreiben. Die Idee ist toll, aber Floriane kennt doch niemanden. Egal! Bestimmt gibt es einen Jonathan Käfer, sie probiert das einfach mal aus. Nachdem sie Briefe an die klügste Elfe in Frankreich, das kleinste Mädchen in Japan und viele andere verschickt hat, wartet sie sehnlichst auf Antwort. Aus einer Brieffreundschaft folgt schließlich ein Besuch, bei dem Floriane viel lernt und ein kostbares Geschenk erhält.

Neugierig die Welt der Buchstaben entdecken

Die neugierige kleine Floriane ist äußerst sympathisch. Sie liebt ihren Garten über alles, aber sie ist nicht darauf festgelegt, immer wieder dieselben Blumen zu pflanzen, sondern probiert auch gerne Neues aus. Durch die Buchstabenblumen entdeckt sie, dass sie gerne Freunde hätte, um mit ihnen das Buchstabenspiel zu spielen. Es eröffnet sich ihr aber auch eine ganz neue Welt: die Welt der Buchstaben. Durch sie lernt sie nicht nur Jonathan Käfer kennen, sondern erfährt auch einiges über die Stadt, die Menschen, die in ihr leben, und die Bedeutung der Zeit. Das Geschenk, dass Jonathan Floriane macht, könnte vermutlich jede/r von uns gut brauchen: ein Kästchen, aus dem man sich so viel Zeit nehmen kann, wie man gerade braucht.

Der recht umfangreiche Text ist gut verständlich und steckt voller Sprachwitz (Alphabet-Beet), Überraschungen (Floriane überwindet längere Strecken mit einer fliegenden Untertasse) und spielerischem Umgang mit Klischees (herrlich, wenn immer wieder die schnellste Postschnecke der Welt vorbeisaust). So macht den Großen das Vorlesen viel Spaß und den Kleinen das Zuhören. Dass ganz nebenbei vermittelt wird, wie spannend Buchstaben sind und wie wichtig die Zeit, fällt dabei gar nicht auf. Die Illustrationen sind wunderschön: elfisch zart, unaufdringlich, voller niedlicher Details und kein bisschen kitschig.

Fazit: Ein wunderbar gestaltetes Bilderbuch über Wissbegierde, Buchstaben, die Zeit und die Bedeutung von Freundschaft für Kinder ab 4 Jahren.

Ingrid Annel, Silke Leffler: Floriane Blütenblatt und die Zeit im magischen Garten. Grätz 2020. 36 Seiten, Euro 12,95, ISBN 978-3-948246-36-5.

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